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Don Dschunga kennt die Geheimnisse vieler Pflanzen |
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Der Mann mit den zwei Frauen |
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Don Dschunga unser lokaler Pflanzendoktor mag wohl um die 60 Jahre alt sein.
Er kennt nichts anderes das harte Siedlerleben, von Kindesbeinen an. Trotzdem
ist er ein positiver, freundlicher und herzlicher Mensch. Don Dschunga wohnt
gleichzeitig in zwei verschiedenen Häusern, beide etwa eine Stunde entfernt
von der Modellfinca. Er gesteht uns lachend, das liege daran, dass er zwei
Frauen habe. Nachdem wir die Verhältnisse hier etwas kennengelernt haben,
können wir uns leicht denken, warum der Pflanzendoktor zwei Frauen hat.
Die Männer in Honduras pflegen meist eine Macho-Mentalität, unter der
ungezählte Frauen leiden. Don Dschunga ist in dieser Hinsicht wohl eine
rühmliche Ausnahme. |
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Unwissenheit macht sorglos |
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Mit Begeisterung stürzt Dschunga sich in das Medizinalpflanzenprojekt und
gibt sein gesammeltes Wissen sprudelnd an uns weiter. Er hat überhaupt kein
Problem damit, uns bei Bedarf im gleichen Atemzug nach Aspirin zu fragen.
Obwohl er die Pflanze aus seinem Garten, die er Barehorno nennt, ebenfalls
dafür verwenden könnte. Es ist doch so einfach, nur eine Tablette zu nehmen!
Er lacht. An die Gefahr, dass er - und vor allem aber die anderen Kleinbauern,
die keine Kenntnisse über Medizinalpflanzen besitzen - auf diese Weise in die
Abhängigkeit von mächtigen ausländischen Unternehmen geraten, denkt er dabei nicht. |
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Nur Hilfe zur Selbsthilfe hilft |
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Das Beispiel Don Dschungas ist typisch. Viele Menschen sind hier begeistert
bereit, an unseren Projekten mitzuarbeiten. Auf der anderen Seite fehlen ihnen
die Fähigkeiten und Wissensgrundlagen, solche Initiativen selbständig zu organisieren.
Die Notwendigkeit, ein Bankkonto einzurichten, mit einer Behörde zu verhandeln oder
gar einen Zuschuß zu beantragen (wo die meisten gar nicht lesen und schreiben können)
sind unüberwindbare Hindernisse. |
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Zum anderen sehen wir uns im Patuca Nationalpark häufig mit einer einfachen Weltsicht
konfrontiert, die nicht über die Wipfel der nächsten Bäume am Horizont hinausragen kann.
Wie soll das auch möglich sein? Von den Menschen hier hat noch nie jemand die verheerende
Waldzerstörung aus dem Flugzeug sehen können, geschweige denn eine Satellitenkarte. |
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Die primäre Aufgabe der Pilotprojekte des Patuca e.V. ist, den Einheimischen so viel
wie möglich eigenständiges Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, welche ihnen helfen,
ihre Interessen zu vertreten, um zukünftig neue Einkommensalternativen unter
Berücksichtigung ihrer ökologischen Ressourcen aufzubauen und auch selbständig
am laufen zu halten.
» Pilotprojekt Medizinalpflanzen
» Pilotprojekt Leguanfarm
» Pilotprojekt Ökotourismus
» Pilotprojekt Schweinezucht |
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"...ich mich davon über- zeugen konnte, dass Patuca in relativ
kurzer Zeit und mit einem Minimum an personellen und finanziellen
Mitteln den Erhalt unwieder- bringlicher Werte am Weltvermögen erzielte.
Effizienter kann man diesbezüglich kaum vorgehen..."
Dipl. Ing. Tilman Menges, Konstanz |
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